Alles für den Hund

Hundewelpen und Hundeentwicklung.
Hundewelpen und Hundeentwicklung. Mutterhündin mit drei Welpen.

Was braucht man alles für einen Hund? Die Erstausstattung für einen Hund unterscheidet sich je nachdem, ob man einen etwas älteren Hund aus dem Tierheim zu sich holt, oder doch einen Welpen ins Haus holt. Bei einem Welpen benötigt man vor allem viel Geduld und ganz viel Küchenrolle 🙂 Aber natürlich gehört auch beim Welpen noch etwas mehr zur Grundausstattung. Siehe auch Hundewelpen – Welpenentwicklung.

Checkliste für den perfekten Start mit einem Welpen

  • Fressnapf
  • Wassernapf
  • Futter natürlich
  • Leckerlis
  • Halsband (Welpen wachsen noch und das rasend schnell!)
  • Leine
  • Körbchen und / oder Decke
  • Spielzeug (Welpengerecht!)
  • Kauknochen (wird den Welpen am Anfang aber eher überfordern)
  • Weiche Hundebürste und Kamm (oder Bürstenhandschuh)
  • Hundesicherheitsgurt und/oder Transportbox

Was braucht man für einen Hund aus dem Tierheim?

Bei einem Tierheimhund, oder wenn man einen Hund übernimmt, bekommt man meist das mit, was dem Hund eh schon gehört: Leine, Halsband, häufig auch seine Decke oder sein Körbchen. Wichtig ist auch in diesem Fall, dass man sich das gewohnte Futter mitgeben lässt oder zumindest mitteilen, so dass man es besorgen kann. So muss sich der Hund nicht auch noch an eine neue Ernährung gewöhnen. Schüsseln für den Übergang wird man meist zu Hause haben und in fast jedem Haushalt findet sich auch eine alte Decke oder ein altes Handtuch. Die absolut notwendige Erstausstattung für einen älteren Hund ist also nicht so umfangreich und man kann sich durchaus erst einmal behelfen.

  • Halsband
  • Leine
  • Decke, Körbchen – eben einen echten Hundeschlafplatz
  • Am besten sein gewohntes Fressen (und wenn es nur zum untermischen in der Eingewöhnunungsphase ist)
  • Wassernapf (alte Schüsseln)
  • Fressnapf (alte Schüsseln)

Ob der Hund noch Spielzeug braucht, hängt auch sehr vom Wesen dieses Hundes ab. Hat er Spielzeug, sollte man es sich natürlich mitgeben lassen. Kommt der Hund neu ins Haus, sollte man nie annehmen, dass er von einem Spielzeug begeistern sein wird, nur weil wir es sind, oder weil sein Vorgänger vielleicht ganz verrückt danach war.
Mittelfristig sollte man dann aber auch aufstocken. Schließlich gibt es heute eine tolle Auswahl an Hundespielzeug, die Auswahl ist längst nicht mehr auf Bälle oder Dummys beschränkt.

Für alle Hunde braucht man außerdem und unbedingt:

  • Zeit
  • Geduld
  • Liebe

Man sollte nie erwarten, auch nicht bei einem älteren Tier, das von Anfang an alles glatt läuft. Selbst ein älterer Hund, der schon längst stubenrein ist, kann natürlich vor Aufregung wegen der Umstellung seine gute Kinderstube vergessen. Gerade bei einem Hund, der vielleicht vorher lange im Tierheim auf so viel verzichten musste, sollte man dann nie schimpfen oder böse werden.

Die Hunde-Grundausstattung im Einzelnen

Hier die einzelnen Dinge mal kurz vorgestellt

Hundehalsband

Bei einem Hundehalsband sollte man bei einem Welpen noch nicht zu viel Geld ausgeben. Wenn es eine große Rasse ist, wird der kleine Hund rasant schnell ein großer Hund und auf dem Weg dahin werden mehrere Halsbänder einfach zu klein werden. Ein einfaches Halsband reicht immer, mit Glöckchen oder anderen Lärmquellen sollte das Hundehalsband niemals ausgestattet sein. Im Regelfall weiß man bzw. hört man so oder so immer, wo der Kleine gerade ist.

Für Welpen und kleine Hunde sind Nylonhalsbänder gut geeignet. Lederhalsbänder sind dann doch eher etwas für den ausgewachsenen Vierbeiner. Sie halten schließlich meist länger und es wäre ja schade, wenn der Welpe da herauswächst.

Für unseren Labrador hatten wir tatsächlich, als er ganz frisch zu uns kam, erst einmal ein Katzenhalsband genommen.

Hundegeschirr statt Halsband

Eine gute Lösung ist übrigens auch ein Hundegeschirr. Auch hier sollte man dran denken, dass viele Geschirre zwar mitwachsen, aber ein Welpengeschirr bei einer großen Hunderasse natürlich doch was anderes ist, als das endgültige Geschirr, wenn der Hund ausgewachsen ist. Viele Hundehalter bevorzugen schon aus gesundheitlichen Aspekten ein solches Geschirr. Denn zieht der Hund oder ziehen wir an der Leine, dann geht die Kraft bei einem Halsband nun mal direkt auf den Hals. Bei einem Geschirr eben nicht.

Leine

Am besten ist eine etwa zwei Meter lange Führleine bei einem Welpen. Bei einem älteren Hund nimmt man hingegen am besten das, was er auch gewohnt ist. Außer man kommt damit gar nicht klar.

Auch die Leine sollte mit dem Hund mitwachsen. So sind zum Beispiel Rollleinen meiner Meinung nach durchaus praktisch (wenn man mit ihnen umzugehen weiß, ansonsten können sie zum Schrecken sämtlicher anderer Verkehrsteilnehmer werden), denn sie lassen dem Hund einfach mehr Bewegungsspielraum. Für ein Welpen ist eine Rollleine aber eigentlich nicht geeignet, denn er merkt durchaus den Zug am Halsband und lernt dann, dass er dagegen ziehen muss, um sich fortzubewegen. Und wer möchte schon einen Hund, der zieht? Bei einem Welpen ist das noch lustig und süß, bei einem ausgewachsenen Hund nicht. Wenn es doch für den Welpen auch eine Flexileine oder Rollleine sein soll, dann bitte eine, die an sein Gewicht angepasst ist. Ein Labrador mag irgendwann mal 30 Kilogramm wiegen und dann eine große Rollleine benötigen. Diese Rollleine hat dann aber auch einen entsprechenden Zug, der für den Welpen schon ein gewissen Widerstand bedeutet.

Schlafplatz für den Hund

Hier lassen sich nur allgemeine Ratschläge geben, denn das hängt doch sehr vom Menschen bzw. seinem Haushalt ab. Bei dem einen darf der Hund nur auf dem Boden, beim anderen hat er seinen festen Platz auf der Couch, bei ganz anderen darf der Mensch auch mal auf das Sofa 🙂 Und um allen Genüge zu tun, gibt es natürlich nicht nur das Hundebett oder das Hundekissen, nein, natürlich auch Hundesofa oder Hundecouch. Und das eigentlich auch in allen Größen. So erhält man natürlich auch ein Hundesofa XXL für seine Dogge oder andere große Hunderassen.

Eine weiche Decke oder ein schönes Hundekörbchen sind aber eine gute Anschaffung. Das Körbchen sollte ausreichend groß sein, damit sich ein Welpen in seinem zukünftigen ausreichend großem Bett aber nicht verloren vorkommt, kann man ihm auch erst einmal eine Kiste oder Transportkiste (dann auch ohne Deckel) mit einer weichen Decke ausstopfen. Der Schlafplatz sollte ruhig gelegen sein und nicht zugig. Und man sollte diesen Platz auch als Rückzugsplatz des Hundes tolerieren und ihn dort nicht stören.

Fressnapf und Wassernapf

Für beide Napfarten gilt: Rutschfest und leicht zu säubern sind sehr gut. Während bei mir ein Fressnapf durchaus auch aus Metall sein kann (die meisten Hunde fressen so schnell, dass das nun wirklich egal ist, aus welchem gut sauber zu haltendem Material der Napf fürs Futter ist), stehe ich beim Wassernapf auf Glas oder Keramik. Plastiknäpfe kommen mir nicht mehr ins Haus, die bekommen doch mal einen Kratzer ab und in solchen Kratzern können sich nun mal Bakterien ansiedeln.

Ob es dem Hund egal ist, ob sein Napf aus Kunststoff, Keramik, Metall oder Glas ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Es gibt Hundehalter, die beobachten, dass ihr Hund nicht so gerne aus einem Plastiknapf trinken und auch Metallnäpfe verweigern. Aber vielleicht will man auch nur vom Hund die eigene Wahl bestätigt haben.

Spielzeug

Beim Spielzeug für einen Welpen und / oder einen großen Hund, der gerne Sachen verschlingt, gilt: Keine beweglichen kleinen Teile, die eben verschluckt werden können. Nichts was herausgepullt und im Magen landen könnte (da sind die Quietschdinger im Quietschspielzeug meist gefährdet). Hat das Spielzeug eine Füllung, dann sollte die auch unbedenklich für den Hund sein, falls er sie herausbekommt (und ganz ehrlich, ein Hund, der möchte, bekommt beinahe alles kaputt). Quietschig und aus Latex ist übrigens ein Kultspielzeug: Das Gummihuhn 🙂

Tennisbälle sind keine guten Hundebälle

Welpen sollte noch keine Tennisbälle bekommen, da sie darauf zu viel herumkauen könnten und das nicht so gut für ihr Gebiss ist. Außerdem kann man Tennisbälle ausziehen und das Zeug dann verschlucken. Und die Zähne werden zu schnell abgenutzt durch das Material der Bälle. Bei älteren Hunden sollte man bei Tennisbällen aber auch aufpassen. Zum einen gibt es eben auch ältere Hunde, die Tennisbälle gerne nackig machen. Bleibt die Hülle dann liegen, ist das zwar nicht ganz so schlimm, aber die meisten normalen Tennisbälle eignen sich eben nicht so gut zum darauf herumkauen. Die Zähne könnten davon schaden nehmen. Ist der Hund ein Hund, für den der Tennisball nur etwas ist, was er zurückholt, dann kann man aber durchaus mit einem solchen Ball mit ihm spielen.

Fressbares Spielzeug wie Kauknochen

Kauknochen aus Büffelhaut, Schweineohren, Ochsenziemer und Co. sind natürlich etwas, für das sich viele Hunde begeistern können. Solche harten Kauartikel haben neben dem Spaß des Kauens für den Hund noch einen weiteren guten Nebeneffekt: Der Hund reinigt mit solchem intensiven Kauen auch seine Zähne. Dennoch sollte man dran denken, dass solche Dinge auch Kalorien haben. Neigt der Hund zu Gewichtsproblemen, sollte man es mit Kauknochen nicht übertreiben.

Aber Tennisbälle und Plastikspielzeug ist ja nicht das Einzige, was man einem Hund bieten kann. Neben Herrchens und Frauchens Schuhen und Möbeln gibt es so einiges, was gerade Welpen interessieren kann. Hier sollte man unbedingt vernünftige Alternativen zur Verfügung stellen. Ist es vielleicht noch lustig, wenn der Hund Hausschuhe erwischt, hört der Spaß für die meisten auf, wenn es teure Schuhe sind. Und für den Welpen ist der Spaß definitiv vorbei, wenn es keine Schuhe, sondern zum Beispiel Stromkabel sind. Wobei man die Neugier eines Welpen und Junghundes nicht unterschätzen sollte. Nur weil man ihn mit einem tollen Kauknochen (die kann man auch mit ein klein wenig Leberwurst interessanter gestalten) oder einem tollen Spielzeug ablenken möchte, heißt das nicht, dass er freiwillig auf das Bekauen eines teuren Schuhs verzichten wird. Am Anfang hilft hier nur konsequentes Wegräumen, das ignorieren sollte man mit günstigeren Schuhen üben.

Unterwegs mit Hund

Auch ein Hund muss mal von A nach B gefahren werden. In Deutschland kann man solche Strecken ja auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternehmen, ansonsten bleibt natürlich auch das Auto. Im Auto muss ein Hund, er gilt vor dem Gesetz als Ladung, gesichert werden. Gut ist ein Kombi, in dem ein Netz für eine Trennung zwischen Hund und Fahrgastzelle sorgt, aber auch hier sorgt erst eine gute und stabile Transportbox für Sicherheit. Das mindeste, was benötigt wird, um den Gesetz genüge zu tun, ist ein Anschnallgurt für den Hund. Aber man sollte daran denken, dass das für den Vierbeiner nicht unbedingt die beste Lösung ist. Kommt es zu einem Unfall, dann knallt er in den Gurt, der ja irgendwo befestigt werden muss. Und das ist meist das Halsband oder das Geschirr des Hundes. Wobei hier beim Transport ein Geschirr vorzuziehen wäre, zumindest, wenn es um die Sicherung mit einem Rückhaltegurt geht.

Natürlich kann man noch viel mehr für seinen Hund kaufen. Von orthopädischen Hundebetten, Hundehütten und eigenen Sofas bis hin zu anderem mehr oder weniger sinnvollen Zubehör gibt es so einiges. Und da sind wir noch nicht beim Bereich Hundefutter oder auch Nahrungsergänzungsmittel für Hunde. Gerade in diesem Bereich gibt es auch einige Öle und Zusatzmittel, die zum Beispiel beim Hund für ein glänzendes Fell sorgen und auch sein Immunsystem stärken. Aber das ist ein ganz eigenen Artikel wert.

Und im Winter sollte man nicht nur ein normales Halsband einsetzen, sondern den Hund gut sichtbar machen. Zum Beispiel mit Warnwesten oder Leuchthalsbändern.