Hundewelpen – Von der Geburt zum Junghund – Die Welpenentwicklung

Hundewelpen und Hundeentwicklung.
Hundewelpen und Hundeentwicklung. Mutterhündin mit drei Welpen.

Welpen haben doch ganz andere Bedürfnisse, als ein ausgewachsener Hund. Bekommt man einen Hund ins Haus, dann braucht man bei einem adulten Hund gar nicht so viel: Ein Halsband, etwas zu fressen, gerne ein paar Kekse und eine Hundeleine sind die absolute Basis und werden mit einer alten Decke ergänzt.

Bei einem Welpen sieht das ganz anders aus. Wobei man hier doch deutlich unterscheiden muss, ob es ein Welpe ist, denn man mit acht bis zwölf Wochen von einem Züchter bekommt und der aus dem Gröbsten raus ist, oder ob es eben ein Hundebaby ist, der im Idealfall noch mit Wurfgeschwistern und Mutter in einer Wurfkiste zusammenlebt.

Nur wenn man ein so junges Hundebaby im Haus hat, benötigt man vielleicht auch Dinge wie Welpenmilch oder Hundemilch. Denn bekommt man einen Hund ab acht Wochen, dann ist dieser meist ja entwöhnt und es reicht, wenn man artgerechtes und vor allem altersgerechtes Hundefutter, am besten eben Welpenfutter im Haus bzw. im Hundenapf hat. Auch die Auswahl des richtigen Hundespielzeugs ist bei einem älteren Welpen einfacher.

Wann sprechen wir von einem Hundewelpen?

Welpen sind junge Hunde und zwar von ihrer Geburt an. Die Welpenphase dauert einige Monate und ist in höchst unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt. Vom hilflosen Hundebaby, das wirklich in allem auf seine Mutter angewiesen ist, wird ziemlich schnell ein neugieriger kleiner Hund, den man ab und an auch vor sich selbst schützen muss.

Zwar hört man für junge Katzen ab und an auch die Bezeichnung Welpen, aber eigentlich sind Katzenbabys Kitten.

Welpen ist eine Bezeichnung, die auch für junge Wölfe und Füchse verwendet wird, zumindest so lange diese noch säugen.

Der Hundenachwuchs nutzt die Welpenzeit, um sich sowohl körperlich als auch vom Wesen und Charakter her zu entwickeln. Er wächst und lernt dabei. So kann ein neugeborener Welpen am Anfang nur die Nase nutzen, hören und sehen gehen noch nicht. Auch das sind Dinge, die das Hundebaby eben noch lernen müssen.

Folgende Phasen gibt es in der Welpenentwicklung-

  • Vegetative Phase (erste und zweite Lebenswoche), der Welpe schläft und trinkt Milch. Er kann seine Körperwärme nicht regulieren, fiepst höchstens mal oder gibt gurrende Geräusche von sich. Er liegt mit seinen Geschwistern zusammen in der Welpenkiste und die Mutter wacht über alles.
  • Übergangsphase (3. Woche), diese beginnt damit, dass der Welpe die Augen öffnet. Damit kann er zwar noch nicht richtig sehen, aber das dauert nicht lange. Auch Geräusche werden nun wahr genommen. Der Aktionsradius der Welpen vergrößert sich. Langsam sollte man über einen Welpenlaufstall nachdenken.
  • Sozialisationsphase (4. Bis 12. Woche), jetzt wird aber alles untersucht und zunehmend auch in den Mund genommen. Jetzt ist die Zeit, in der man trotz Welpenlaufstall das sonstige Gebiet, in dem die Welpen später noch Zugang haben dürfen, sichern sollte (Stromkabel, alles was runter hängt, alles was in Maulweite oder Pfotenweite ist). Der Welpe bekommt vielleicht sein erstes Hudnespielzeug und wenn der Welpenlaufstall zu klein wird, dann ist vielleicht ein Welpengitter oder ein Welpenauslauf nun die bessere Wahl. Da der Welpe nun auch selbständig Kot und Urin absetzen kann (noch bemüht sich die Mama möglichst viel sauber zu halten) nimmt die eigene Putzarbeit auch etwas zu. Mit Welpenunterlagen oder einer Welpentoilette kann man nun versucht, erste Erziehungsversuche in Richtung Stubenreinheit zu unternehmen. Aber diese Zeit sollte weniger zum Putzen genutzt werden, sondern der Welpe sollte nun möglichst viele Erfahrungen machen: Andere Menschen (Alter, Geschlecht etc.) ebenso wie andere Untergründe, draußen wie drinnen
  • Es folgt die Rang- und Rudelordnugnsphase in der Welpenentwicklung (4. Bis 6. Lebensmonat), da jetzt die meisten Welpen auch Treppe steigen können, sollte man nun nicht nur über Hundeleine und Welpenhalsband nachdenken, sondern vielleicht auch über ein Treppenschutzgitter.
  • Pubertätsphase beim Welpen, 6. Bis 7. Lebensmonat, hier wird durchaus auch einiges ausprobiert und versucht die Rangordnung in Frage zu stellen. Außerdem werden die Kleinen nun langsam geschlechtsreif und Rüden beginnen meist nun auch damit das Beinchen zu heben.
  • Reifungsphase, 7. Bis 12. Monat, gelerntes verfestigt sich (sollte aber weiterhin geübt werden), der Welpe ist aus dem Gröbsten raus und auch ausgereift. Eigentlich ist er nun auch kein Welpe mehr, sondern ein Junghund.

In der Welpenzeit entwickelt sich der Hundenachwuchs sowohl körperlich als auch charakterlich. So wächst er nicht nur und lernt zu sehen, zu hören und zu riechen, es gibt auch eine Prägungsphase bzw. Sozialisationsphase, in der wichtige Grundlagen für sein späteres Leben gelegt werden. Die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen der Welpen Entwicklung können durchaus fließend sein.

Anzahl Welpen pro Wurf

Wie viele Welpen eine Hündin pro Wurf hat ist höchst unterschiedlich. Folgende Gründe beeinflussen die Welpenzahl:

  • Ist es der erste Wurf der Mutter?
  • Welche Rasse gehört sie an?
  • Wie hoch ist das Geburtsgewicht der Welpen?

Es gibt Würfe mit nur einem Welpen, sechs Welpen oder auch zehn oder zwölf Welpen.

Der größte bekannte Wurf hatte 22 Welpen.

Wie lange ist ein Hund ein Welpe?

Während bei wilden Tieren bzw. Raubtieren ein Junges nur solange als Welpe bezeichnet wird, wie dieses noch voll von der Mutter abhängig ist und säugt, dauert die Welpenzeit bei unseren Haushunden länger.

Beim Haushund wird der Nachwuchs noch bis zum sechsten oder sogar bis zum neunten Monat als Welpe bezeichnet. Dann, meist wenn die hormonellen Umstellungen beginnen und auch die Milchzähne verloren gehen, wird aus dem Hundewelpen ein Junghund.

Im Set: Welpenleine und Halsband.