Rassehund und FCI

Natürlich überlässt man die Frage, was ein Rassehund ist nicht so ganz dem Zufall. Ein Hund wird, überspitzt formuliert, zum Rassehund, wenn er einer bestimmten Hunderasse angehört. Welche Hunderassen es gibt, auch das bleibt nicht den Zufall überlassen, für diese Definition gibt es verschiedene Dachverbände.

Der größte Hunde Dachverband international ist dabei der FCI.

FCI, Abkürzung für Fédération Cynologique Internationale, kynologischer Weltverband, zuständig für einheitliche Beschreibung von Hunderassen und die Festlegung von einheitlichen Zuchtrichtlinien. Die FCI ist nicht der einzige Hundeverband, aber eben der Größte. Ansässig ist der FCI in Belgien.

Die Weltorganisation der Hunde ist ansässig in Belgien. Der FCI hat eine genaue Vorstellung davon, was denn eine Rasse ist.

Definition Hunderasse von 1999: Eine Hundepopulation, der durch Züchtung während einer vorgegebenen Zeit bestimmte definierbare und vererbbare phänotypische Eigenschaften gemeinsam sind, anhand derer sie sich von anderen Hundepopulationen oder Rassen unterscheidet.

Laut FCI muss eine Rasse definierbar sein, sich also auch unterschieden können und sie sollte auch einzigartig sein.

Anerkennung von Hunderassen durch den FCI

Damit eine Rasse offiziell vom FCI anerkannt werden kann, muss sie zunächst in ihrem Heimatland registriert (und auch anerkannt) werden. Hier hat der nationale Verband das sagen. In Deutschland wäre das der Verband für das deutsche Hundewesen VDH. Im eigenen Land als nationale Hunderasse anerkannt zu werden, ist wohl noch recht einfach. Der Sprung zur internationalen Anerkennung ist da schon steiniger und aufwendiger.

Ein langer steiniger Weg für jede neue Rasse

Dazu gehört zum Beispiel eine 20 Jahre andauernde Registrierungszeit.

Nachweis eines Zuchtprogramms für diese Hunderasse.

Man braucht Züchter und ein Zuchtbuch. Dafür müssen Blutlinien vorgewiesen werden.

Und diese dürfen nicht zu eng mit einander verwandt sein.

Es braucht einen Erbguttest.

Und am Ende braucht es nicht nur eine Beschreibung von Aussehen, Wesen und Verhalten. Auch der Gesundheitszustand der Rasse wird untersucht und dokumentiert.

Dass der dann anzufertigende Rassestandard auch noch in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch abgefasst werden soll, ist wohl kaum noch Hürde zu nennen.

Wenn das alles vorliegt, dann, aber erst dann, nimmt sich eine FCI-Kommission die Zeit und begutachtet  60 Hunde, die alle dem Standard entsprechen müssen. Danach kann es noch zu Veränderungen im vorläufigen Standard kommen.

Ist dies alles zur vollen Zufriedenheit des FCI geschehen, dann gibt es die vorläufige Anerkennung. Wird die neue Rasse nun auch in die Zuchtbücher eingetragen, dann dürfen Hunde dieser Rasse auch auf internationalen Ausstellungen gezeigt und bewertet werden.

Wenn das Zuchtbuch zehn Jahre oder fünf Hundegenrerationen lang geführt worden ist, dann wird erneut geschaut. Wenn dann Fragen wie wie viele Hunde gibt es weltweit, wie ist ihr Gesundheitszustand und wie hat sich die Rasse entwickelt zufriedenstellend beantwortet werden, dann wird ein endgültiger Standard verfasst. Und schon, nach einigen Jahrzehnten, gibt es eine neue Hunderasse. Diese war natürlich schon vorher da, nur nun ist sie auch vom FCI anerkannt.

Mischlinge

Von dem ganzen Verbandswesen gänzlich unberührt bleiben natürlich die Mischlinge. Und ihre Zahl ist groß. Selbst wenn ein Labrador und ein Golden Retriever nachkommen hat, dann ist das ein Mischling. Manchmal werden solche Mischlinge auch Designerhund genannt, wie bei der Verpaarung von Pudel und Labrador. Schließlich ist dieser Bastard etwas ganz besonders, soll er doch Allergiker geeignet sein. Siehe auch Was für ein Hund wird es. Ein gesunder Hund – das ist natürlich auch noch wichtig.

Aber egal ob Rassehund oder Mischling oder doch Designerhund. Zwar unterscheiden sich diese Hundetypen darin wie teuer sie bei der Anschaffung sind, sie brauchen aber alle viel Zeit, Zuwendung und Erziehung. Dazu natürlich Hundeschlafplatz, Hundespielzeug, Hundenapf, Hundeleine und Halsband. Dann natürlich auch Hundefutter und gerne auch das eine oder andere Leckerli. Den meisten Hunden ist es egal ob Hundebett, Hundesofa oder Hundecouch, Hauptsache ruhig und ohne Zugluft ist der Platz.