Designerhunde – Wenn mehrere hunderte Hunderassen nicht mehr ausreichen

Designerhunde sind nicht nur in den USA ein riesiger Trend. Auch bei uns sind diese speziellen Mischlinge längst angekommen.

Designerhunde Liste

  • Aussiedoodle = Australian Shepherd x Pudel
  • Buggle = Englisch Bulldog x Beagle
  • Chiweenie = Chihuahua x Dackel
  • Cockapoo = American Cocker Spaniel x Pudel
  • Doxiepoo =  Pudel x Dackel
  • Goldendoodle = Golden Retriever x Pudel
  • Labradoodle = Labrador x Pudel
  • Maltipoo = Malteser x Pudel
  • Puggle = Mops x Beagle
  • Retromops = Mops x Jack Russell
  • Schnoodle = Schnauzer x Pudel
  • Westiepoo = West Highland White Terrier x Pudel
  • Yorkiepoo = Yorkshire Terrier x Pudel

Das ist natürlich keine vollständige Liste an Designerhunden.

Die Idee – das beste zweier Hunderassen mischen

Die Idee ist einfach: Man nimmt zwei verschiedene Hunderassen und mischt diese zu einer neuen zusammen. Beim Pudel nimmt man den Labrador, der ja von seinen Anlagen her und Charakter schon äußerst beliebt ist und mischt diesen mit dem nicht-haarendem Pudel. Heraus kommt, im Idealfall, der Labradoodle und wenn sich die Pudelgene durchsetzen, dann ist es der ideale Hund für Allergiker.  Soll es ein wenig kleiner sein, dann kreuzt man den Pudel eben mit dem Cocker Spaniel. Was einen Cockapoo ergibt.

Allerdings ist das erschaffen von Designerhunde keine Mathematik. Es kann also passieren, dass die Pudelgene sich nicht durchsetzen (zumindest nicht was das Fellkleid betrifft) und dann erhält man statt einem Designerhund einen haarenden Labrador-Pudel-Mischling.

Neu ist die Idee mit den Designerdogs dabei nicht. Schließlich gibt es die Hundezucht schon seit Jahrhunderten.  Schon im 17. Jahrhundert wollte man Hunde mit bestimmten Eigenschaften erhalten. Die einen brauchten Hunde, die gut auf Schafe aufpassen konnten, andere legten Wert auf die jagdlichen Fähigkeiten der Vierbeiner. Und andere wollten einfach nur Schoßhunde. Gründe für die unterschiedlichen Anlagen bei einem Rassehund gibt es viele.

Gentechnik kannte man so nicht, aber man nahm eben die Hunde bzw. deren Nachkommen und züchtete mit denen, von denen man annahm, dass sie dem, was man am Ende erhalten wollte, am nächsten kam. Viele der heute uns bekannten Rassehunde entstanden so. Durch gezielte Selektion und gezielte Verpaarung.

Auch am Anfang vieler neuerer Hunderassen stand oftmals eben ein Designerhund. Auch wenn dies nicht immer ganz einfach ist. Da der einzelne Designerhund selbst schon ein Mischling ist und daraus eben auch Mischlinge entstehen, lässt sich weder bei Wesen noch bei Aussehen vorherhersagen, was bei einer Verpaarung heraus kommt. Wundertüten eben. Das betrifft übrigens nicht nur Aussehen und Wesen, sondern auch die Gesundheit.

Dennoch gibt es, zum Beispiel gerade beim Labradoodle, durchaus Bestrebungen weg vom Designerhund und hin zur Reinzucht zu kommen. Man will irgendwann eine neue Rasse haben, an deren Anfang eben die Idee stand, aus den besten Anlagen zweier verschiedener Hunderassen eine neue Rasse zu schaffen. Vom FCI anerkannt ist der Labradoodle nicht.

Pudel mischt oft mit bei den Designerhunden

Bei den Designerhunden fällt auf, dass vor allem der Pudel sehr oft mit mischt. Er ist der Hudn, der eigentlich am häufigsten bei Designerhunden als ein Elterntier auftaucht. Das liegt an seinem Fell. Der Pudel haart nicht und gilt daher als für Allergiker gut geeignet. Daher gelten seine Nachkommen unter den Designerhunden eben auch als gut für Allergiker geeignet. Da man aber bei einem Designerhund nicht ganz sicher sein kann, ob er die richtigen Gene, bzw. die gewünschten Gene geerbt hat, sollte man sich die Zeit nehmen, und als Allergiker mit seinem ausgesuchten Welpen selbst den Test machen.

Alle Hunde brauchen Zeit und wenigstens eine Grundausstattung

Aber egal ob Rassehund, Modehund, Mischling oder eben Designerhund (man nennt diese auch Hybridhunde), jeder dieser Hunde braucht ein tolles Zuhause, mit Menschen, die sich Zeit nehmen. Und natürlich eine Grundausstattung aus Hundebett, Hundenapf, Hundeleine und einer tollen Hundekuscheldecke. Und die meisten Hunde haben nichts gegen ein tolles Hundespielzeug einzuwenden. Es muss ja nicht immer das Gummihuhn oder ein Quietschspielzeug sein, auch ein Ball, ein Seil, sogar ein altes sauberes Handtuch kann viele Hunde begeistern. Alles für den Hund hat eigentlich alles, was ein Vierbeiner so braucht 🙂

Wobei man schon fragen kann: Wozu noch Designerhunde, bei mehr als 300 alleine vom FCI anerkannten Hunderassen weltweit.