Rassehund Definition

Mehrere hundert Hunderassen gibt es, aber längst nicht jeder Hund ist ein Rassehund. Es gibt zahlreiche Mischlinge, liebenswerte und gesunde Hunde, ohne die, die Welt viel ärmer wäre. Wie unterscheiden sich Rassehunde und Mischlinge von einander? Wie wird Rassehund definiert?

Rassehund oder Mischling?

Nicht immer ist aber die Unterscheidung zwischen Mischling und Rassehund so einfach. Die Herkunft ist wichtig, aber auch das Vorhandensein einer Zuchtzulassung.

Kaufe ich mir heute einen reinrassigen Labrador und hat mein Nachbar ebenfalls eine reinrassige Labradorhündin, dann können wir zwar zu dem Nachwuchs der beiden auch Rassehund sagen, da es aber außerhalb jeder Dokumentation der entsprechenden Zuchtverbände geschehen ist, handelt es sich bei den Welpen eigentlich um Mischlinge.

Das mutet erst einmal seltsam an. Da es bei der Weiterzucht aber auch darum geht, ein bestimmtes Ergebnis, eben den Rassestandard zu erhalten, bei einigen Rassen auch bestimmte Fehler zu vermeiden, kann man in den strengen Auflagen durchaus einen Sinn sehen. Natürlich spart man sich bei einer Hobbyzucht einiges an Geld, schließlich müssen Ahnentafel und Zuchtbuch auch bezahlt werden. Bei einigen Rassen kann es aber auch Auflagen geben, Fehler die vermieden werden sollen und daher ist für eine erfolgreiche Verpaarung ein Gentest notwendig. Oder ein Hund wird von der Zucht ausgeschlossen, weil er zum Beispiel an einen Gendefekt leidet. Oder einen Farbfehler hat (ausschließende Merkmale) Damit bleibt der Hund selbst ja ein Rassehund (sogar mit Ahnentafel). Da er von der Zucht aber ausgeschlossen wurde, wären seine Nachfahren damit eben keine Rassehunde mehr.

Ahnentafel anerkannter Zuchtverbände

Es gibt verschiedene Hundeverbände. Der FCI ist zum eine internationale Vereinigung, der VDH (Verein für deutsches Hundewesen) gehört diesen an. Der VDH wäre ein anerkannter Zuchtverband.

Reinzucht bei Rassehunden

Bei Rassehunden handelt es sich um nachweislich über viele Generationen in Reinzucht gezogene Hunde. Durch die Reinzucht wird eine hohe phänotypische Stabilität der Rasse gewährleistet, so dass die Nachkommen von Rassehunden wiederum (mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit) dem Rassestandard entsprechen. Bei Rassehunden liegen die Gene für viele Merkmale reinerbig vor.

Dissidenzvereine

Aber nicht jeder Hundezüchter möchte innerhalb eines Hundevereins der Hundezucht nachgehen und so gibt es inzwischen auch Zuchtvereine außerhalb des VDH (und damit außerhalb der FCI). Diese sogenannten Dissidenzvereine sollte man erst mal kritisch sehen, denn es gibt durchaus solche Vereine, die auch von Vermehrern, schwarzen Schafen und Tierquälern genutzt bzw. gegründet worden sind. Mitglied beim VDH zu sein macht aber einen Züchter auch nicht automatisch zum guten oder wenigsten bessere Menschen oder zumindest Hundefreund.

Augen auf beim Welpenkauf gilt immer!

Wer also einen Hund sucht und einen Welpen einer bestimmten Rasse haben möchte, sollte sich den Züchter immer genau ansehen. Ansonsten besteht eben die Gefahr, dass man zukünftig nicht nur Geld für Hundekorb und Hundefutter ausgibt, sondern eben auch viel Geld zum Tierarzt trägt, da dem schwarzen Schaf Erbkrankheiten und andere zuchtausschließende Gründe egal sind. Oder was nutzt es, wenn es der Welpe zwar reinrassig ist und tolle Papiere hat, er aber von einem Züchter ist, der die Welpen in de wichtigen Sozialisationsphase alleine gelassen hat, so dass diese keine Menschen kennen?

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